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Beschreibungen von Welten

Innere wie äußere Welten. Langsames wie Schnelles. Aber immer an der Kante. An der Grenze des Sagbaren.

Unterwegs im Unsagbaren? Mich interessieren die Ränder, der Moment der Auflösung. Das verpackt in eine geschickt konstruierte, möglichst doppelbödige Geschichte. Voilá.

Anbei einige von etwa 100 Gedichte und einem Dutzend Kurzgeschichten als Downloads.

 

 

Gedichtzyklus: 2 halbe Tage

 

der seltsam gespitzte Mund
züngelst Schweiß von der Oberlippe
deine Hand findet den Weg
ein Hauch über nasser Haut
zaubert Körpergraupel
Müdigkeit weggeblasen
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mehr 2_halbe_tage.pdf 8 KB

 

 

Erzählung: Die Farbe, das Vlies

 

1 Rot

Wir fuhren hinaus in den heißen roten Planeten, alles um uns herum war rot. Die sinkende Sonne tauchte den Boden in einen harten Farbton, auf der Farbskala für Grafiker und Drucker als Pantone 805 ausgewiesen. Der feine Staub färbte selbst die Luft, ich war sicher, dass sich meine Lungen bei jedem Atemzug mit Rot füllten. Unser Geländewagen schliff sich durch die vertrocknete fremde Landschaft. Janik, der stille Holländer fuhr, ich saß daneben. Er war hier um Edelsteine einzukaufen. Er war in Ordnung. Mehr wusste ich nicht. Weniger auch nicht.

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mehr farbe_vlies.pdf 36 KB

 

 

Erzählung: Frauenfleisch

 

Angewidert starrte sie auf das Radio, aus dem Hall und Oates begannen "Maneater" zu quetschen. Das alte Koffergerät war angeblich auf "das Beste der Musik" eingestellt. Sie stand und überlegte den Sender zu wechseln. Aber dafür hätte sie sich das Blut von den Händen waschen müssen. Ein echter Konflikt.

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mehr frauenfleisch.pdf 20 KB

 

 

Erzählung: Briefgeheimnis

(kommt noch)

 

Roman: UNI VERS UM (Auszug)

Die Campussatire, eine Schubladenleiche ist als postmoderner Roman konzipiert.

Mit abgetrennten Textpassagen auf den Seiten, die eine Parallelwelt mit zusätzlichen

Informationen anbieten. Also einen (Hyper-) Text im Text, der hier noch als Fußnoten

auftaucht.

Das Finale teilt sich in zwei Kolumnen, je nachdem welchen Weg Um, der Protagonist, wählt.

Es gibt also zwei Schlüsse.

 

Vierte Woche.
Zum Ärger des heiligen Dozentisten Schwan packt Um an diesem Tag eine Batterie von Nebenhöhlenentzündungshelfern, also geleerten Sprühfläschchen für die Nase, aus. Mit verdünnter Farbe legt Um hauchzarte pastellige Flächen und Tropfnasen an. Schwer verwundert, warum der Oberkünstler, heute sehr schweigsam, um die Staffelei schleicht und ein Bild nach dem anderen benebelt ansieht, klärt Carola Um erst Wochen später auf. Sie zeigt ihm ihren Kunstband mit Werken vom Professore. Im Vorwort erläuterte er jahrzehntelange Materialforschungen zur Pigmentverteilung auf Oberflächen. Die Bilder sehen Ums Ergebnissen erstaunlich ähnlich. Und dabei war es so einfach ... "Hallo, lieber Um!" Simone streift sich die Wildlederjacke ab, sanft gleitet sie über die Schultern an ihren Hüften hinab, schwingt um den Po.
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mehr universum.pdf 24 KB